Food of Change

Essen ist undenkbar ohne Kultur. Es ist zentrales Element unseres alltäglichen Lebens und beschreibt unser Verhältnis zum Körper, zu uns selbst und zu unserem sozialen Umfeld. Wie wir essen, sagt viel darüber aus, wer wir sind und von wo wir kommen. In Momenten der Nahrungsaufnahme werden soziale Erwartungen definiert und gefestigt. Sie sind Orientierungs- und Verbindungspunkte einer Kultur.

Folglich bildet das Essen einen Anknüpfungspunkt zur Beobachtung von ungewohnten und festgefahrenen Gewohnheiten der Gesellschaft. Gleichzeitig bringt es aber auch die Möglichkeit zur aktiven Veränderung, durch bewusste Wahrnehmung und Umgestaltung von Essgewohnheiten.

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Dies ist der Grundgedanke, der hinter der Entstehung dieses Blogs steht. Es geht um eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft: Ich bin überzeugt, dass wir die Gesellschaft durch die Beeinflussung von kleinen, alltäglichen Dingen mitgestalten können – und müssen. Es ist wichtig, Veränderungen mit Leidenschaft zu leben und nicht nur zu denken.

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Sneaky Wine

I had a very special start into the world of wines. It was during my first internship in a renowned hotel in the Swiss Alps at the age of 18. There, I learned how important it was to serve wines in the right glass. At times, the sommelier made me try the leftovers in the wine bottles after the guests’ departure. I tasted expensive wines that tasted like mashed, overripe woodland strawberries and I heard someone whisper the name ‘Rothschild’ for the very first time.

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San Telmo - Buenos Aires

Food Tourism

Writing up my dissertation on food experiences in tourism, I am constantly confronted with mouth-watering pictures of the most colourful and exotic foods. However, sitting here in the library, nibbling on a carrot or a cookie, is not exactly what I consider to be a culinary adventure. And certainty does not make those pictures on the computer screen any less tempting. I wish I could jump on a plane and just travel the world right now! Weiter lesen Food Tourism

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Eine Entdeckungsreise nach Devon

Letztes Wochenende hatte ich die einmalige Gelegenheit, die inspirierenden Menschen hinter dem berühmtesten Food Paradies Englands kennenzulernen. Innerhalb von zwei Tagen haben wir in Devon eine Käserei, einen Gemüseproduzent, einen Bauernhof, eine Weinkellerei und zwei unterschiedliche Bioläden besucht. Dazu gab es Verkostungen von den leckeren, lokalen Produkten, ein wunderbares Abendessen mit einer Auswahl derselben Produkte und eindrückliche Gespräch mit den Menschen dahinter. Weiter lesen Eine Entdeckungsreise nach Devon

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Weihnachtsgeschenke

Weihnachten ist ein lustiges Konzept, so voller Tradition und Geschichte und doch perfekt angepasst an die heutige Konsumkultur. Das Beisammensein und Teilen mit der Familie wird übersetzt in die Notwendigkeit zu konsumieren. Noch am Tag des Festes ist die Stadt überschwemmt mit gestressten Menschen, die ein Geschenk kaufen müssen oder den perfekten Wein zum abgestimmten Abendmenü noch nicht gefunden haben. Weiter lesen Weihnachtsgeschenke

das Schweizer Birchermüesli

Köche als Kulturvertreter

Kürzlich habe ich in einer Gastro-Magazin ein Interview mit einem erfolgreichen Koch und Zürcher Restaurantinhaber gelesen. Er inszenierte sich im Gespräch als Kochkünstler, Designer und Revolutionär und betonte, dass er in keine Stil-Schublade gesteckt werden kann. Sein Argument: Ein echter Künstler stiehlt keine Rezepte. Er ist ganz bestimmt keine Kopie. Dem entsprechend sahen die Portraitfotos dieses Kochs im Magazin aus. Kunterbunt à la Modedesigner.  Weiter lesen Köche als Kulturvertreter

Grillieren

Grillieren – Inszenierte Männlichkeit

Zu einem richtigen Sommer gehört das „Brätle“ einfach dazu und kaum jemand verzichtet auf die gemütlichen und unkomplizierten Abende mit Freunden um den Grill. Das Kochen steht dabei nicht im Vordergrund, sondern das Zusammensein. Es gibt reichlich Bier, ein gutes Stück Fleisch oder eine Wurst und dazu Chips, Brot und Salat. Man plaudert, hört Musik aus der Konserve und geniesst das schöne Wetter.

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Sinnesbibliothek

Sinnesbibliothek

Diego Veras ist eigentlich gelernter Grafiker und hat erst mit 30 Jahren beschlossen, seine grosse Leidenschaft zum Beruf zu machen. Als er mit seiner zweiten Ausbildung als Koch begonnen hatte und in den renommierten Restaurants von Buenos Aires seine Erfahrungen sammelte, entdeckte er für sich das Brotbacken. Heute gibt er in kleinem Rahmen Brotkurse für Freunde und Bekannte, mal in Uruguay, mal in Argentinien, und greift seinen Kochfreunden bei verschiedenen Projekten unter die Arme. Wann immer man ihn einlädt, kann man sicher sein, dass er mit einem frischgebackenen Leckerbissen auftaucht.

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