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Eine Entdeckungsreise nach Devon

Letztes Wochenende hatte ich die einmalige Gelegenheit, die inspirierenden Menschen hinter dem berühmtesten Food Paradies Englands kennenzulernen. Innerhalb von zwei Tagen haben wir in Devon eine Käserei, einen Gemüseproduzent, einen Bauernhof, eine Weinkellerei und zwei unterschiedliche Bioläden besucht. Dazu gab es Verkostungen von den leckeren, lokalen Produkten, ein wunderbares Abendessen mit einer Auswahl derselben Produkte und eindrückliche Gespräch mit den Menschen dahinter.

Devon liegt im Süden von England und bietet eine hügelige, fruchtbare Landschaft umzäunt vom rauen Meer. Die Region ist bekannt für ihre Fleisch- und Milchprodukte und das frische Gemüse. Für viele andere Destinationen in England gilt sie als Vorbild, wie man regionale Entwicklung und Tourismus nachhaltig fördern kann. Aber der Erfolg von Devon kommt nicht von ungefähr. Er ist das Resultat von jahrelanger Zusammenarbeit zwischen engagierten Menschen, welche sich für gute und regionale Produkte in ihrer Region eingesetzt haben und weiterhin einsetzen.

Eine der eindrücklichsten Begegnungen hatte ich mit dem Bauer, Peter von der Pipers Farm. Seine Vorfahren haben ursprünglich die amerikanische Methode der industriellen Hühnerproduktion mit grossem Erfolg nach England gebracht. Er ist jedoch besorgt um den anhaltende Strukturwandel der Lebensmittelproduktion in England hin zur industriellen Landwirtschaft. Zusammen mit seiner Frau haben sie den Familienbetrieb komplett umgestellt. Sie produzieren nun Schaf- und Rindfleisch von heimischen Rassen zu natürlichen Bedingungen mit dem Ziel der besten Qualität. Sie haben viele kleine unabhängige Höfe unter eine Dachorganisation zusammengeschlossen, um ihre Position auf dem Markt zu stärken. Ihre Produkte vermarkten sie direkt an den Konsumenten und profitieren dabei von der technologischen Gewandtheit der jungen Generation.

Peter ist ein geborener Geschichtenerzähler und man merkt, wie sehr ihm der Bauernhof am Herzen liegt. Er hat keine Angst, seine Werte, seine Erfahrungen und sein Wissen mit anderen zu teilen. Zusammen mit allen Teilnehmern haben wir am kalten Samstagmorgen seine Kühe besucht – sein Hirtenhund „Fly“ als ständiger Begleiter mit dabei. Danach gabs ein leckeres Mittagessen ums Feuer mit den Produkten vom Hof und einer kleinen Demonstration seiner Schlachtkunst. Begeistert habe ich ihn gefragt, ob wir ihn nochmals besuchen dürfen. Und Peter ist sehr gerne bereit, uns ein zweites Mal in die Metzgerei mitzunehmen. Ich bin gespannt.

 

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